Samstag, 29. Januar 2011

Über alle meine Entchen.

Ich wollte gerade fast "Guten Abend" sagen, bevor mir auffiel, dass es bereits morgens ist. Samstagmorgen. Abfahrtstag.

Nein, ich habe es bis jetzt nicht realisiert, dass ich in bereits 14 Stunden zu Hause sein werde, geschweige denn dort wieder anfangen werde zu wohnen & zu leben. Es geht einfach nicht in meinen Kopf hinein.



(Über Mittwoch & Donnerstag berichte ich ein ander Mal, dazu bin ich nicht mehr fähig! ;D Aber ich wollte noch umbedingt ein letztes Mal posten, bevor ich offiziell wieder zu Hause bin.)

Also heute. Oder eigentlich hat es ja schon gestern angefangen.
Also gestern. Gestern hatte ich die ersten Abschiede von meinen Freunden, aber die Meisten haben es auf heute hinausgeschoben.
Also eigentlich doch heute.
Oder nein. Inzwischen ist es ja schon wieder gestern, weil heute ist ja schon Samstag.
Also vorgestern bzw. gestern. Donnerstag oder Freitag halt. ;D

Nach einigen...sagen wir es mal so..Komplikationen, was - mal wieder - mein Gepäck anging, sind die Koffer jetzt fertig gepackt mein Zimmer bis auf weiteres leergeräumt.
Oh man, es sieht so komisch aus! Ich kann es kaum glauben. Es ist echt alles eingepackt, ab morgen (beziehungsweise heute) wird es nicht mehr mein Zimmer sein!

Himmelherrgott. Warum wird mir das eigentlich nicht klar?! Ich hab' das Gefühl, ich bereite alles vor, aber im Endeffekt fahre ich gar nicht. Quasi "ich packe meine Koffer, bleibe aber hier".
UUUUH, ich bin komisch! Ich höre jetzt auf zu reden. Ganz schlimm. Endet nicht im Guten heute Nacht.
Ich glaube, das liegt daran, dass ich in der letzten Nacht 4 Stunden geschlafen habe und ich heute wahrscheinlich nur auf 2 (wenn überhaupt!) kommen werde. Schlafmangel macht mich immer ein bisschen weird, Leute, tut mir wirklich Leid!


Wie dem auch sei.
Meine Koffer sind gepackt & meine Rückreisetickets liegen bereit.
Der eine Teil meiner Freunde hat mir heute ein weiteres Mal "Wir freuen uns auf dich!" geschrieben, der andere Teil "Wir wollen nicht, dass du gehst!".
Der 2. Teil bestand aus den Leuten meiner Klasse.
Heute Nachmittag gab es nämlich ein großes Abschieds-Kaffee-Trinken (Fotos existieren, aber verlangt jetzt bitte nicht von mir, dass ich noch imstande bin die auszuwählen und hochzuladen! :DD) mit ca. 95% meiner Klasse & denen, die uns genauso noch Au revoir sagen wollten.
Es war uuuunglaublich schön (die Gruppe ist einfach nur fantastisch!) & ich habe bis zum Ende nicht geheult!
Da war ich stolz.
Leider halt nur bis zum Ende. Weil am Ende blieb noch meine Marion über zum Verabschieden.
Guut, den Ausdruck "bis zum Ende" kann man jetzt falsch interpretieren. Aber ganz ehrlich, gab es schon mal jemals einen Abschied, bei dem ich nicht geheult habe?! (Bestimmt, der mir jetzt aber ganz sicher nicht mehr einfällt.. ;DD).
Also "bis zum Ende" heißt in unserem Falle "bis das Ende fast erreicht war und nur noch Marion überblieb". Einverstanden?
Als ich nämlich in Marions Gesicht schaute, und ihr in dem Moment eine Träne über die Wange rollte, konnte ich nicht anders. Ich hab' sie doch so lieb!

Tja. Nachdem ich also einmal angefangen hatte zu heulen, machte ich also noch mal die ganze Runde, einfach, weil mir danach war. ;D
Jeder, wirklich ohne Ausnahme, sagte uns (Dreien), wie schön diese Zeit doch war, dass wir versprechen müssen wieder zu kommen & dass wir ihnen allen fehlen werden. Ach, die Süßen! :)


Danach wollten wir uns mit Georgia treffen und ins grüne Café gehen (ich glaube, über dieses Café habe ich irgendwann mal im Oktober oder November berichtet...kann das sein?! :DDDD).
Tjaaaaa, und damit fing das Verabschieden von Neuem an:
Wanda & Georgia, Georgia & Amélie, Amélie & Fritz, Fritz & Wanda.
Und das ganze noch mal gemischt! ;D

Sagen wir es mal so: ich bin gerade in einem Zustand der mir nicht erlaubt lange Posts zu schreiben. Oder Ausfürliche. Oder gar Sinnvolle.
Das werde ich nachholen! Und dann wird es auch "das große Au revoir des wahrscheinlich weltbesten Quartett international" geben.
Aber bitte, bitte nicht jetzt! ;DD


So. Wie gesagt.
Mein letzter französischer Eintrag.
Meine letzte Nacht als französische Étrangère.
Mein (hoffentlich!) letztes Mal, dass ich so sinnbeengte Kacke poste.
ICH BIN SO MÜDE! 
Ich würde jetzt gerne sagen "Dann geh' ich jetzt mal schlafen, morgen wird ein anstrengender Tag". Kann ich aber leider noch nicht. Arbeit ruft! :D

Wir sehen uns in ein paar Stunden.
Wenn nicht, dann bestimmt in ein paar Tagen.
Und für meine liebe, französische Anna: Wir sehen uns (bestimmt!) in einem Monat! :p (Ich wünsch' dir noch alles, alles Liebste & Beste - du glaubst gar nicht, wie neidisch ich auf dich bin!).

Ach, und für meine Wanda & meinen Fritzi: Ihr wisst schon - wir seh'n uns! ;)

Bisous à tous,
Amélie. ♥


ps: "Ja, ich geh' dann. Ne?!"
pps: "Ja, dann - bis nächste Woche!"
ppps: "Ja, dann - bis in 1½ Jahren!" 

pppps: Ok, es ist offiziell & versprochen: ich werde nie, nie wieder so eine behinderte Müllheitposten! :DDDD

Dienstag, 25. Januar 2011

Über's Heute & Morgen.

Salutsalut. :)

So. Einen zweiten überaus melancholischen Post möchte ich nicht noch mal hervorbringen, deswegen gehe ich das ganze einfach mal ein wenig anders an. Mental, meine ich. :p

Also, ich wollte ja über die allerletzten Tage meiner französischen Zeit berichten, heute sind es nur noch 3. Der Gedanke bringt mich um, aber ich probiere, nicht zu viel drüber nachzudenken. (Natürlich ist das dagegen unmöglich, aber ich geb' mein Bestes!) Gestern hatte ich meine letzte Englisch-, Deutsch- & Physique-Chimie-Stunde (welche übrigens üüüberaus amüsant war - ich liebe euch einfach, Wanda & Fritz! ;))), heute war noch Sport auf der "Leuten, denen wir Au revoir sagen müssen"-Liste. Gestern war ich noch ein letztes Mal in den Tanzsälen des Conservatoires, denn heute und morgen trainieren sie nur noch für das Spektakel am Samstag. Da die Mädels wussten, dass ich mir dieses am Wochenende nicht mehr anschauen kann, haben sie mich deshalb spontan zu der Répétition générale absolueOpéra eingeladen, also der "absoulten Generalprobe", die am Freitagabend dann direkt schon in der Oper mit Kostüm & Schminke & Allem stattfinden wird. Ich hoffe, ich darf mein Kamera mitnehmen, denn sie werden wieder mal fantastisch aussehen (ich habe vorher schon einige Bilder von den alten Aufführungen gesehen - wow. :)). Also werde ich meinen allerletzten Abend von 20-23 Uhr in der damit verbringen, meine ganzen lieben Tanzmädels bei der Übung anzuschauen, die ich selbst mal getanzt habe. ;p

Heute war einer der lustigsten (und zugleich auch traurigsten) Tage hier (diese Gefühlsschwankungen bringen mich noch um den Verstand!). Nach unseren ersten beiden Stunden stand nämlich wieder unsere "Superpause" bevor, heißt: 5 Stunden Nichtstun! Ätzende Vorstellung! (Wie mir übrigens erst jetzt gerade auffällt: es war die absolut Letzte hier! Krass, das hatte ich komplett vergessen!)
Da ich noch mein letztes Paket Richtung Deutschland auf die Wege leiten musste, fanden Wanda und ich uns also gegen 10.15 in der Hauptpost in Avignon ein, "nur schnell das Paket abgeben". Ja. Denkste!
Dieser Mensch an dem Paketeschalter war nämlich nicht nur absolut unfreundlich, sondern auch absolut inkompetent und unfähig! Deshalb verbrachten wir ungefähr eine halbe Stunde nur an diesem blöden Schalter, bis wir uns irgendwann losreißten und zur kleineren Postfiliale in einer Nebenstraße nicht weit von unserer Schule liefen. Dort erwartete uns nicht nur eine absolut freundliche, sondern auch absolut problemelösende Dame am Schalter, die nicht nur ein nettes Pläuschchen mit uns hielt (wo wir denn herkommen würden, was wir hier machen und wie lange wir noch bleiben würden - erstes Mal, dass wir es genau so direkt sagen mussten: "Wir reisen leider in 4 Tagen schon wieder ab." - !!), sondern auch mein 5,5kg schweres Paket annahm. (Das Zweite übrigens schon -  das erste wog 7,5kg! :DD)

Danach verspürten wir Beiden plötzlich so starke Lust auf eine Waffel, dass wir uns in eines unserer liebsten Cafés (direkt am Place de l'horloge, in der 2. Etage mit Platz am Fenster ;))) setzten und dort einen Tee tranken und eine Waffel aßen! :)))))

Dort trafen wir dann auch das letztes Drittel unseres Musketier-Trios, welches bevorzugte, die ersten beiden Stunden dann doch lieber auszuschlafen. ;DDDD
Zu dritt statteten wir dann erst dem Konservatorium einen kurzen Besuch ab (um zu bestätigen, dass sie mich auf die "Zuschauer-am-Freitag"-Liste setzen konnten!), bevor dann über den Platz vor dem Palais de papes ursprünglich Richtung Bushaltestelle laufen wollten.
Ursprünglich.
Tatsächlich waren wir nämlich plötzlich soo von der Schönheit der Sonne auf dem Papstpalast überwältigt, dass wir gar nicht anders konnten, als Wandas Kamera auf einer Mauer zu platzieren um ein Gruppenfoto zu machen! Und weil wir gerade schon mal dabei waren, konnte man dann ja auch noch ein Foto nur von Fritz & Amélie machen. Oder nur von Amélie & Wanda. Und von Amélie & Wanda, wie sie ein Rad mitten in der Mitte des Platzes schlagen. Oder wie Wanda sich ihre Hose dabei aufreißt. Oder.... ;DDDDDDDD
Ja, das ging dann relativ schnell.
(ps: Fotos folgen noch, denn aufgrund einiger...technischen Probleme, sind wir zuweilen gezwungen, die Bilder auf der Speicherkarte zu lassen! ;) Sie werden dann direkt in diesem Post nachgefügt!)

Nunja. Danach beschlossen wir einfach direkt zu Fritz zu fahren, um dort zu essen. (Wie uns auffiel, hätten wir inzwischen eine kleine "Tradition": es war inzwischen das 3. Mal in Folge, dass wir dienstags zu einem von uns fuhren und dort uns Nudeln kochten ;)). Dieses Mal ließen wir mal Chefkoch Fritze ran ("Weißt du, was das Gute am FritzKochen ist, Amélie?! Wir müssen nichts tun, außer ihm weißzumachen, man würde ihm helfen. Aber er lässt uns ja eh nie ran!" ;DDD) und es wurde echt lecker: Spiegelei mit NudelSchinkenEiPfanne. :))))


Tjaaa. Der Nachmittag dann war auch noch relativ erfolgreich, es wurde einiges an Trübsal geblasen (wie gesagt, diese Woche besteht zum Teil auch aus vielen traurig & deprimierten Momenten, die einfach nicht zu verhindern sind. :/...), einiges an Lachtränen geweint (...was nicht heißt, dass wir nicht umso mehr Spaß nach der Tiefphase haben ;D), die bizarrsten Videos gedreht ("Haben wir wirklich alle so tiefe Stimmen?!" -  "Nein, aber deine Kamera findet das sexier!" :DDDDDD), mit einem Rasierapparat ein Pony geschnitten ("Ähm, das Gerät in deiner Hand macht mir wirklich Angst." ;D) und mit der Hilfe von 4 kräftigen Händen und einer Schere Wandas Gepäck um knapp 400gr erleichtert ("Äääähm, vielleicht sollte die Amélie jetzt weitermachen, ich gerate in eine kritische Zone!" :DDDDDDDDDDD)!
Jaaa. ;))
Also. Wie ihr seht, es geht uns nicht euphorisch & motiviert über das baldige Heimkehren oder nur traurig & deprimiert über den Abschied, sondern im Grunde sind wir..naja..halt wie immer! :)

Morgen sind Fritz, Georgia & ich zu Wandas Gastfamilie, Alberte & Pierre, zum Abschiedsabendessen eingeladen. Ich freu' mich schon sehr, noch einen weiteren Abend mit meinen 3en zu verbringen, der Abschied (zumindest von meiner brasilianischen Liebe!) naht nämlich dann doch relativ schnell.
Ich werde sie do vermissen, warum liegt Brasilien am anderen Ende der Welt & warum entspricht ein Flug dorthin dem Gegenwert eines mittelgroßen Apple-Computer?! ♥


Ich werde jedoch weiterhin versuchen, diese Tatsachen für die nächsten 3 Tage zu verdrängen. Bringt es mir schließlich irgendwas, wenn ich meine letzte Zeit damit verschwende, darüber zu klagen, dass wir uns nicht sehen? Oder sollte ich nicht lieber probieren, die Augen offen zu lassen & die letzten Stunden zu genießen?!
Die 2. Option gefällt mir um einiges besser!


Bisous à tous,
Amélie. ♥


ps: "Ja, aber ist es nicht besser einen Elefanten auf den Rüssel zu stellen als einen Papst auf die Nase?!" ;DDDD
pps: "Ich sag' euch, die Pfanne ist zu klein!" - "Aaaah waaaas, die ist nicht zu klein! Passt doch perfekt rein! ... Ok, vielleicht ist sie ein kleines bisschen zu klein, aber es geeeht doch. ... Ooook, vielleicht ist es wirklich sehr knapp, aber ich mein, es ist noch nichts übergelaufen! ... OK, du hattest Recht, sie ist um einiges zu klein!" :DDDDDD
ppps: "Also, schlampig siehst du nicht aus. Nein, ich würde sagen, schlampig ist jetzt echt nicht das passende Wort. Eher...ein bisschen nuttig vielleicht.." :DDD
pppps: "Dein Bauch ist ein einziges Konzert! ... WIESO SPIELEN DIE DENN JETZT NICHT MEHR?!!" - "Ähm, ich bin fertig mit Verdauen." ;DDD

Sonntag, 23. Januar 2011

Über's Lachen & Weinen.

Bonsoir tous mes chers & chères.


Seit gestern ist es offiziell: meine letzte Woche in Frankreich hat angefangen.
Und jetzt schon vorweg ( - die Antwort auf wahrscheinlich jede zweite Frage zu diesem Zeitpunkt!): ich weiß nicht, wie es sich anfühlt. Ich realisiere noch kein Stück, dass ich bald nicht mehr hier sein werde, nicht mehr morgens aufstehen und als erstes Französisch sprechen werde, nicht mehr nach der Schule ins Conservatoire zu gehen oder beim Abendessen die Nachrichten aus Frankreich anzuschauen. Ich weiß es nicht. Es ist nur sehr, sehr komisch.
Ich glaube, es ist gut so, dass ich es noch nicht realisiere. Die Tagen würden wahrscheinlich noch viel schneller verfliegen als sie es eh schon tun.
Dafür bin ich dankbar!

Ja, gestern in einer Woche bin ich schon auf dem Weg nach Hause, französisch aufgewacht, deutsch eingeschlafen. Ich habe Angst.
Die letzte Woche haben wir 3, Wanda, Fritz und ich noch herunter gezählt ("nur noch 2 Wochen / 11 Tage / einstelliger Bereich!"), inzwischen kann ich es nicht mehr. Jetzt, wenn es dann doch ernst wird, realisiere ich viel mehr: meine Freunde, meine Tanzgruppe, meine Gastfamilie, mein Französisch (ja, diese Sprache gehört einfach zu mir!), meine Busstrecke, mein Kantinenmittag (ok, das werde ich vielleicht nicht ganz so sehr vermissen..), meine Italienischlehrerin, mein Badezimmer, mein Stammcafé, meine Wanda, mein Fritz und meine Georgia. Ich werde das alles so sehr vermissen, dass es schon im Vornherein wehtut.
Aber das wusste ich, und ich weiß auch, dass ich damit umgehen werden kann. :)

Frankreich ist schließlich weder Australien, USA, Neuseeland oder Südamerika. Frankreich liegt quasi um die Ecke und ist allerhöchstens 7 Stunden entfernt (mit dem Zug jedenfalls. In der Luft wären es gerade mal knappe 2 Stunden!). Köln übrigens noch weniger. :p

Ich weiß, bis jetzt ist das hier nicht einer von meinen üblichen Anekdotenvollen Posts, aber es gehört genauso zu meiner Aufenthaltszeit wie die ganzen lustigen Geschichten. Und es ist einfach so gut es mal auszudrücken, was mich gerade beschäftigt. :))

Die letzte Woche war eigentlich...relativ uninteressant. Wanda, Fritz und ich haben probiert so viel Zeit wie nur möglich miteinander zu verbringen, sind in der Pause zum Einkaufszentrum und danach zu Fritz gefahren, haben zusammen gekocht, geshoppt, Tee getrunken, sind ins Kino gegangen, haben Eis gegessen, haben die letzte Stunde TPE mit allen unseren Klassenkameraden in einer Bar gefeiert. Waren heute wieder zusammen.
Köln, Frankfurt und Witten liegt gar nicht soo weit auseinander. Aber wir werden uns trotzdem nicht mehr jeden Tag sehen. Deswegen wird jetzt zusammen genoßen! ;))

Gestern waren Marion & Wanda bei mir und wir haben einfach beieinander gesessen. Heiße Schokolade getrunken und Unmengen von Keksen und Schokolade gegessen. ;ppp
Es war wieder mal total klasse mit den Beiden und ich hoffe wirklich sehr, dass sowohl Wanda, als auch Marion mich besuchen kommen werden. (Wanda, du hast eh keine andere Wahl! OBLIGÉ, meine Liebe! ;D)


Seit einer Woche bekomme ich vermehrt "Amélie-wir-freuen-uns-alle-so-auf-dich"-Nachrichten, die es dagegen schwer machen nicht einfach meinen Koffer zu packen und noch heute Abend loszufahren. Dann muss ich mir immer wieder sagen: "Amélie, bald bist du wieder bei ihnen und hast unendlich viel Zeit mit ihnen zusammen! Genieß' deine letzte Französische!" (wenn es ganz schlimm wird, sag ich sowas dann sogar laut! Ich seltsamer Mensch!). ;D
Meine Koffer sind übrigens schon vorgepackt, dass heißt ich habe für den Rest der Woche noch Klamotten im Schrank, alles andere ist entweder schon im Koffer oder in einem Karton auf dem Weg nach Deutschland. Es ist ganz, ganz komisch meinen Kleiderschrank so leer anzusehen. (Da ist es wieder. Das Wort "komisch" oder "seltsam" wird uns wahrscheinlich noch öfters in diesem Post begleiten.. ;))
Inzwischen werden schon die Rückfahrttickets vorbereitet & die ersten Abschiede vorgenommen (heute mein Allererster mit Georgias & Fritz Gastvater Jean-Philippe..), es fühlt sich alles so seltsam an!
Ich hätte das wirklich nicht gedacht. Ich dachte, mein würde in ein anderes Land reisen, dort für eine Zeit lang wohnen, Erfahrungen sammeln, Skills prooven & appreciaten (Wanda?! :DD), wieder zurückkommen, weiterleben.
Aber so ist es nicht. Schon der Wechsel von der einen zur anderen Gastfamilie war ein größerer Schritt als ich gedacht habe. Oder wie Wanda gesagt hatte: "Ist nicht so ohne, einfach so von von einem Leben ins andere gerissen zu werden, nicht?!". Gut. Damals war es "nur" die Gastfamilie. Ich glaube, die erste Zeit wird wieder erstmal ein bisschen schwer werden.
Aber wie ich es schon gesagt habe: Ich weiß, dass ich das schaffen werde. Denn ich habe unglaublich liebe Menschen in Witten, die mich schon alle erwarten. :))))


So. Ich werde jetzt mal sehen, wie sich die nächsten Tage entwickeln. Sie werden schwer, das weiß ich jetzt schon. Sie werden traurig, dass weiß ich jetzt schon. Sie werden auch glücklich, vor Vorfreude, das weiß ich jetzt schon. Und ich werde sie hier dokumentieren, das weiß ich jetzt schon. ;))

Bis ganz bald, in 6 Tagen,
bisous à tous,
Amélie. ♥

Montag, 17. Januar 2011

Über einen Engel.

Ok. Das gehört jetzt nicht zu meinen regulären Einträgen und Posts. Aber ich möchte es trotzdem loswerden..



Meine Kleine. Ich hab' dich unglaublich lieb! Und auch wenn ich ganz weit weg bin, vergesse ich dich trotzdem nie!
Bleib' stark, du bist so ein super Mädchen!
Du fehlst mir jeden Tag.
Je t'aime. ♥

Freitag, 14. Januar 2011

Über Internationalitäten & Syl/Silvester.

Salut! :))

So. Nach 3 relativ langen Wochen melde ich mich mal wieder zurück.
Aber dieses Mal müsst ihr mir wirklich verzeihen - es ist absolut nichts passiert!

But first: Happy New Year & ein frohes neues Jahr all' meinen Lesern! :))

Also. Naja. Nichts ist jetzt natürlich auch übertrieben. Schließlich habe ich noch nicht über meine Tage in Paris berichtet. Aber gut. Danach war halt weniger los. ;)


Nunja. Paris.
Meine Woche in Paris ist relativ einfach - und gleichzeitig unglaublich vielseitig zu beschreiben. Einfach - weil ich ohne viele Worte eine super tolle Zeit hatte und mich unglaublich wohl gefühlt habe. Vielseitig - weil wir zusammen sooo viel erlebt haben, an den verschiedensten Orten waren, weil ich so viele Nationen auf ein mal das letzte Mal (übrigens auch in Paris ;)) im Vorbereitungsseminar (bevor ich nach Avignon kam) erlebt habe und ich sogar 2-3 Wörter Portugiesisch jetzt kann. ;DD

Also. Fangen wir mal an. (Wahrscheinlich bekomme ich unsere Exkursionen jetzt gar nicht auf die Reihe, verzeiht. Ich probiere mich an so viel wie nur möglich zu erinnern! ;)))
Nach meinem letzten Post, den ich ja schon in Paris geschrieben habe, sind wir also gegen 17 Uhr losgegangen um das zweite Appartement aufzusuchen - dort, wo Georgia & ich mit ihrer brasilianischen Familie bleiben sollten. Schon allein dieser Trip war ein Abenteuer und ich weiß jetzt: Franzosen können wirklich keine Karten lesen! Dominique & Jean-Philippe sind eher so nach dem Motto "Mal gucken, wo wir die Straße finden könnten.." (IN PARIS!!) losgezogen, bis Fritz & ich irgendwann dann mal stehen geblieben sind, um zu gucken, wo sich diese blöde Straße denn nun tatsächlich befindet (Fakt war im Nachhinein, dass wir nicht nur in die komplett falsche Richtung losgegangen sind, sondern das Appartement ein bisschen weiter weg lag, als "2 Straßen um die Ecke"...). Aber irgendwann waren wir dann auch da, wurde schon mal hochgeführt und alles vorgestellt (der Vermieter war so süß, er konnte bruchstückhaft Deutsch (& Spanisch, sehr zum Vergnügen von Georgia ;)) und probierte dann immer wieder, seine Einweisungen auch zu übersetzen (obwohl Fritz und ich ihn auf Französisch dann doch besser verstanden haben ;DDD)). Dort warteten wir dann auch auf die Ankuft von Georgias Familie.

Giuliana, Gabriela, Rondon, Giulia, Pedro, Dominique, Georgia, Philippe, Fritz! :)

Die kam dann auch nicht lange Zeit später an, und der Empfang war schon ziemlich süß! Wie sie sich alle um den Hals gefallen sind! ;))

Dann gab es erst mal die große "Nach-Weihnachts-Bescherung" und es gab wirklich niemanden, der kein Geschenk auspacken musste. ;)
Wie Fritz & ich jedoch dann schnell herausfinden mussten, waren die Brasilianer kein Stück organisierter als die Franzosen und deshalb beschlossen wir kurzer Hand selber die Sache in die Hand zu nehmen (und glaubt mir: hätten wir das nicht gemacht, hätten wir an dem Abend wahrscheinlich nichts zu Essen gehabt! ;DDD). Generell, habe ich das Gefühl, war es eher so die deutsche Seite, die dann die restlichen 10 wirren Gedanken mal zusammen gefügt und zu einem anständigen Plan verformte. :DDDD

Tja. Also. Später dann schafften wir es doch tatsächlich uns loszumachen und Richtung Restaurant zu marschieren ("Les Baguettes D'Or" - ein chinesisches Restaurant aus unserem Quartier - ich habe das Gefühl, jeder Chinese in Frankreich nennt sein Restaurant Die goldenen Stäbchen: in Avignon allein gibt es schon zwei Stück, die genauso heißen! :DDD).
Im Restaurant angekommen, gab es erstmal die große Verwirrung kellnerseits; da er während der Bestellungsaufnahme die verschiedensten Diskussionen mitbekam, stellte er verhältnismäßig spät die Frage, die uns diese Woche noch begleiten würde: "Woher kommen Sie denn jetzt?!" - "Also, wir haben hier 2 Franzosen, die in Frankreich leben (Dominique & Jean-Philippe), einen Franzosen, der in Spanien lebt (Raphaël), 2 Deutsche, die in Frankreich leben (Fritz & ich), eine Brasilianerin, die in Frankreich lebt (Georgia), 3 Brasilianer, die in Brasilien leben (Georgia's Eltern & ihr Bruder) & 2 Brasilianer, die in England leben (Georgia's Tante & ihre Cousine)!" :DDDDDDDDD
Tja. So verliefen die Gespräche, kreuz & quer über dem Tisch, auf 5 verschiedenen Sprachen: Portugiesisch (unter den Brasilianern), Französisch (unter den Franzosen und den in Frankreich-Lebenden ;D), Deutsch (unter Fritz & mir), Spanisch (zwischen Raphaël & den Brasilianern; da das Portugiesisch dem Spanischen so ähnlich ist, konnten sie sich auch so verständigen) & Englisch (teilweise zwischen Giuliana (Georgias Tante) & Giulia (Georgias Cousine, die quasi zweisprachig aufgewachsen ist, da sie schon immer in London gelebt hat), und halt den Brasilianern und dem Rest (wie zum Beispiel Fritz & mir)).
Ja. Oh là là. Komplizierte Sache. Das zu erklären, ist dann nochmal komplizierter! :DDDD

Auf jeden Fall haben wir uns alle irgendwie verstanden (auch wenn die Brasilianer kein Wort Französisch und die Franzosen kein Wort Englisch sprachen! :O) und es war während der ganzen 5 Tage eine wirklich harmonische Runde. :))

A côté de la Notre Dame..
Gut. Viel mehr wollte ich jetzt eigentlich gar nicht mehr über Paris erzählen, um ehrlich zu sein. ;D
Also, es wurden natürlich die "Haupt-Touristen-Attraktions-Ziele" besucht, Notre Dame, das Louvre, der Eiffelturm, die Champs-Elysées, &&&.

Devant le Louvre. ;)

Am 30. machten Georgia, Fritz & ich uns alleine los um Richtung Eiffelturm zu pendeln, damit ich dort meine liebe Cousine Evaa treffen konnte! :))
Die ist nämlich mit ihrem Freund David über Silvester auch nach Paris gekommen und wir wollten uns dann einfach unterm Eiffelturm treffen. "Ist ja leicht zu finden.." Mh. Klar. :D
Nach 3 Paar eingefrorenen Füßen unsererseits und 2 genervten Köpfen dererseits (Metro-Probleme!), fanden wir uns dann aber tatsächlich doch noch und alles war gut. ;)))


Am 31. dann lag es an Georgia & mir uns alleine loszumachen, um zur Champs-Elysées zu fahren. Dort wollten wir uns einfach mal "ein bisschen umschauen". Tja, aus dem Trip wurde dann doch noch ein bisschen mehr, und - sagen wir es mal so: wären wir zu Hause geblieben, hätte ich jetzt meine Bankkarte noch. Die wurde nämlich süßerweise von einem Automaten auf eben besagter Straße eingezogen und schlummert jetzt in den Abgründen eines Bankunternehmen in Paris. Wunderbar, nicht wahr?!
Ja. Finde ich auch ganz bezaubernd. Aber naja. Alles wird gut. ;)
Nach einem kleinen Besuch der Parfümerie Sephora dann, rochen Georgia und ich nun auch fertig für den Sylvester-Abend (wusstet ihr, dass man Sylvester mit "y" schreibt?! Ich wusste es nicht!) (wir hatten eigentlich vor, uns ein neues Parfum zu kaufen. Aber nach meiner kleinen Bankautomaten-Aktion, hatte ich leider..naja..nicht mehr "so die Mittel". Also beschlossen wir uns einfach dort schon "abendreif" zu machen.. :DDDDDDD).
Danach ging es dann schnell wieder nach Hause, um Georgias Mama Gabriela und Giuliana beim Abendessen zu helfen und uns selbst fertig zu machen.
Wie auch schon am Vorabend wollten wir nämlich alle zusammen kommen um zu essen und diesen Abend dann halt zusammen den "New Year's Eve" zu feiern.

Um Mitternacht hieß es dann "Happy New Year", "Bonne Année", "Feliz Ano Novo", "Feliz Año Nuevo" & "Frohes Neues Jahr", am Eiffelturm glitzerte alles ganz wunderbar und zu unserer allergrößten Freude wurden alle unsere möglichen Metrostationen gesperrt! :D
Ok, nur das letzte war Sarkasmus. Alles andere war wirklich schön. ;)
Also brauchten wir ungefähr 1 ½ Stunden für eine normalerweise 20 Minuten-Strecke, hatten noch einige andere Komplikationen über die ich jetzt keine Zeit verschwenden möchte, aber im Großen & Ganzen war es ein ziemlich tolles Silvester-Fest (seht ihr, ich kann mich einfach nicht drangewöhnen), oder wie Georgia sagte "Craziest reveillon ever!". ;)


Generell war die Woche superschön, Georgias Familie, die mich über die Tage unglaublich herzlich aufgenommen hat, war wirklich ultranett & es war immer wieder lustig, innerhalb von 3 Sätzen 3 verschiedene Sprachen zu sprechen. ;))

Gut. Paris is over. Avignon ist wieder angesagt. Am Sonntagmorgen kamen wir dann wieder in Avignon an (um 10 Uhr MORGENS! Hieß einfach mal eiskalt: 5 Uhr aufstehen, 6 Uhr losfahren!) und ich fiel erstmal totmüde ins Bett. Am Anfang dachte ich, es wäre wirklich nur die Erschöpfung vom Tag. Naja. Stellte sich anders heraus. Am folgenden Montag ging ich nämlich nicht zur Schule, genauso wie am Dienstag oder Mittwoch, oder generell die ganze letzte Woche. Und die ganze diese Woche. Heißt: Grippe! Und zwar 2 Wochen lang!
Ätzend, sage ich euch. Ich sterbe vor Langeweile. 
Alle meine Bücher sind durchgelesen, mein Schokoladen-Bestand ist fast nicht mehr existend (ich habe so einen enormen Verzehr an Schokolade wenn ich krank bin! Ist mir nie aufgefallen...) und filmetechnisch muss ich inzwischen wirklich kreativ werden: es gibt einfach nicht mehr viel, was ich während der letzten 12 Tage noch nicht geschaut habe. 
Aber es wird alles wieder und inzwischen geht es mir auch wirklich besser. Der Arzt, bei dem ich war, meinte, ich sollte mich "bis zum Ende der Woche noch...äh. reposieren" (?! ;DDD keine Ahnung, was das deutsche Wort ist. Erholen, vielleicht?!, also werde ich am Montag wieder meine ganzen lieben Franzosenfreunde wiedersehen, von denen ich regelmäßig "Amélie-wann-kommst-du-endlich-wieder"-Nachrichten bekam. :)))


Diese ganze Krank-Sein-Zeit hat mich aber leider auch gezwungen, meine allerliebste Wanda nicht zu sehen, und da wir ja eh schon erst 4 Tage wegen Deutschland-Aufenthalt, dann 5 Tage wegen Paris-Aufenthalt, und dann noch 12 Tage wegen Grippe-Aufenthalt getrennt waren, hielten wir es am Montagabend nicht mehr aus. Also kamen Fritz & sie während der Ultrapause einfach schnurtracks zu mir angefahren, es wurden ein paar Nudeln gekocht und das Wiedersehens-Krankenbesuchs-Treffen war vollkommen! ;))

Letzte Woche Freitag fand übrigens auch ein Wiedersehens-Treffen statt, leider nicht face à face, aber immerhin laptop à laptop. ;DD
Da nämlich meine ganzen deutschen Freunde noch keine Schule hatten und ich ja den Tag über nichts zu tun hatte, verabredete ich mich spontan mit meinen Süßen, nämlich der Lea, Lenia und der Kathi! :))
Ich glaube, dieses Skype-Gespräch dauerte..1½ Stunden?! Vielleicht auch 2. 
Es war so schön, eure Stimmen wieder zu hören, Mädels! :**



Auf jeden Fall beginnt jetzt morgen wieder das Wochenende und ich hoffe meine liebsten WandaFritzGeorgia-Freunde wiederzusehen..


Morgen beginnt dann übrigens auch der Countdown. Quasi. Ich möchte es nicht so sehen, dafür genieße ich die Zeit hier noch zu sehr. Aber es ist unvermeidlich zu sagen: morgen sind es noch 14 Tage, bevor ich nach Hause komme. 
Und ich freue mich schon so! Gut, das hört sich jetzt vielleicht widersprüchlich an. Aber es ist so. Auch wenn ich die Zeit hier noch in vollen Zügen bis zum Ende genießen werde - ich freue mich so sehr auf alle mein liebsten Freunde & Verwandten, die mir immer wieder "Ich-freue-mich-wenn-du-endlich-wieder-da-bist"-Nachrichten schreiben. ;))


Naja. Eigentlich hatte ich gedacht, dass dieser hier einer der letzten Post werden wird. Aber ich habe es mir anders überlegt. Jemand hat es sich anders überlegt. Denn ich habe mir überlegt weiterzuschreiben. Auch wenn sich das vielleicht seltsam anhört. Aber ich möchte diesen Blog weiterführen. 
Vielleicht wird er nicht mehr ganz so regelmäßig (nungut. Wann war er bei mir je regelmäßig?! ;DD) oder so interessant. Schließlich kehre ich in meinen alten, ganz normalen Alltag zurück. In ein Land, in dem alle meine Leser genauso leben. Über Menschen, die vielleicht sogar meine Leser sind (seltsame Vorstellung ;)). Aber quand même. Mal sehen, was hieraus noch wird... :))


Auf jeden Fall wünsche ich allen Austauschschülern, wo auch immer sie sich gerade befinden, ein paar letzte schöne Tage. Meiner Kanada-Kathi. (Ich freu' mich so unglaublich dich endlich wieder zu sehen!). Georgia. Fritz. Wanda. 
Mir selbst. :)

Bisous à tous,
Amélie. ♥


ps: "Vicky is good and fast. But she doesn't speak to us!" ;DDD
pps: "Because what happens in Paris, stays in Paris!"
ppps: "Fexa o ziper, filha!" Eu te amo! :**