Montag, 17. Januar 2011

Über einen Engel.

Ok. Das gehört jetzt nicht zu meinen regulären Einträgen und Posts. Aber ich möchte es trotzdem loswerden..



Meine Kleine. Ich hab' dich unglaublich lieb! Und auch wenn ich ganz weit weg bin, vergesse ich dich trotzdem nie!
Bleib' stark, du bist so ein super Mädchen!
Du fehlst mir jeden Tag.
Je t'aime. ♥

Freitag, 14. Januar 2011

Über Internationalitäten & Syl/Silvester.

Salut! :))

So. Nach 3 relativ langen Wochen melde ich mich mal wieder zurück.
Aber dieses Mal müsst ihr mir wirklich verzeihen - es ist absolut nichts passiert!

But first: Happy New Year & ein frohes neues Jahr all' meinen Lesern! :))

Also. Naja. Nichts ist jetzt natürlich auch übertrieben. Schließlich habe ich noch nicht über meine Tage in Paris berichtet. Aber gut. Danach war halt weniger los. ;)


Nunja. Paris.
Meine Woche in Paris ist relativ einfach - und gleichzeitig unglaublich vielseitig zu beschreiben. Einfach - weil ich ohne viele Worte eine super tolle Zeit hatte und mich unglaublich wohl gefühlt habe. Vielseitig - weil wir zusammen sooo viel erlebt haben, an den verschiedensten Orten waren, weil ich so viele Nationen auf ein mal das letzte Mal (übrigens auch in Paris ;)) im Vorbereitungsseminar (bevor ich nach Avignon kam) erlebt habe und ich sogar 2-3 Wörter Portugiesisch jetzt kann. ;DD

Also. Fangen wir mal an. (Wahrscheinlich bekomme ich unsere Exkursionen jetzt gar nicht auf die Reihe, verzeiht. Ich probiere mich an so viel wie nur möglich zu erinnern! ;)))
Nach meinem letzten Post, den ich ja schon in Paris geschrieben habe, sind wir also gegen 17 Uhr losgegangen um das zweite Appartement aufzusuchen - dort, wo Georgia & ich mit ihrer brasilianischen Familie bleiben sollten. Schon allein dieser Trip war ein Abenteuer und ich weiß jetzt: Franzosen können wirklich keine Karten lesen! Dominique & Jean-Philippe sind eher so nach dem Motto "Mal gucken, wo wir die Straße finden könnten.." (IN PARIS!!) losgezogen, bis Fritz & ich irgendwann dann mal stehen geblieben sind, um zu gucken, wo sich diese blöde Straße denn nun tatsächlich befindet (Fakt war im Nachhinein, dass wir nicht nur in die komplett falsche Richtung losgegangen sind, sondern das Appartement ein bisschen weiter weg lag, als "2 Straßen um die Ecke"...). Aber irgendwann waren wir dann auch da, wurde schon mal hochgeführt und alles vorgestellt (der Vermieter war so süß, er konnte bruchstückhaft Deutsch (& Spanisch, sehr zum Vergnügen von Georgia ;)) und probierte dann immer wieder, seine Einweisungen auch zu übersetzen (obwohl Fritz und ich ihn auf Französisch dann doch besser verstanden haben ;DDD)). Dort warteten wir dann auch auf die Ankuft von Georgias Familie.

Giuliana, Gabriela, Rondon, Giulia, Pedro, Dominique, Georgia, Philippe, Fritz! :)

Die kam dann auch nicht lange Zeit später an, und der Empfang war schon ziemlich süß! Wie sie sich alle um den Hals gefallen sind! ;))

Dann gab es erst mal die große "Nach-Weihnachts-Bescherung" und es gab wirklich niemanden, der kein Geschenk auspacken musste. ;)
Wie Fritz & ich jedoch dann schnell herausfinden mussten, waren die Brasilianer kein Stück organisierter als die Franzosen und deshalb beschlossen wir kurzer Hand selber die Sache in die Hand zu nehmen (und glaubt mir: hätten wir das nicht gemacht, hätten wir an dem Abend wahrscheinlich nichts zu Essen gehabt! ;DDD). Generell, habe ich das Gefühl, war es eher so die deutsche Seite, die dann die restlichen 10 wirren Gedanken mal zusammen gefügt und zu einem anständigen Plan verformte. :DDDD

Tja. Also. Später dann schafften wir es doch tatsächlich uns loszumachen und Richtung Restaurant zu marschieren ("Les Baguettes D'Or" - ein chinesisches Restaurant aus unserem Quartier - ich habe das Gefühl, jeder Chinese in Frankreich nennt sein Restaurant Die goldenen Stäbchen: in Avignon allein gibt es schon zwei Stück, die genauso heißen! :DDD).
Im Restaurant angekommen, gab es erstmal die große Verwirrung kellnerseits; da er während der Bestellungsaufnahme die verschiedensten Diskussionen mitbekam, stellte er verhältnismäßig spät die Frage, die uns diese Woche noch begleiten würde: "Woher kommen Sie denn jetzt?!" - "Also, wir haben hier 2 Franzosen, die in Frankreich leben (Dominique & Jean-Philippe), einen Franzosen, der in Spanien lebt (Raphaël), 2 Deutsche, die in Frankreich leben (Fritz & ich), eine Brasilianerin, die in Frankreich lebt (Georgia), 3 Brasilianer, die in Brasilien leben (Georgia's Eltern & ihr Bruder) & 2 Brasilianer, die in England leben (Georgia's Tante & ihre Cousine)!" :DDDDDDDDD
Tja. So verliefen die Gespräche, kreuz & quer über dem Tisch, auf 5 verschiedenen Sprachen: Portugiesisch (unter den Brasilianern), Französisch (unter den Franzosen und den in Frankreich-Lebenden ;D), Deutsch (unter Fritz & mir), Spanisch (zwischen Raphaël & den Brasilianern; da das Portugiesisch dem Spanischen so ähnlich ist, konnten sie sich auch so verständigen) & Englisch (teilweise zwischen Giuliana (Georgias Tante) & Giulia (Georgias Cousine, die quasi zweisprachig aufgewachsen ist, da sie schon immer in London gelebt hat), und halt den Brasilianern und dem Rest (wie zum Beispiel Fritz & mir)).
Ja. Oh là là. Komplizierte Sache. Das zu erklären, ist dann nochmal komplizierter! :DDDD

Auf jeden Fall haben wir uns alle irgendwie verstanden (auch wenn die Brasilianer kein Wort Französisch und die Franzosen kein Wort Englisch sprachen! :O) und es war während der ganzen 5 Tage eine wirklich harmonische Runde. :))

A côté de la Notre Dame..
Gut. Viel mehr wollte ich jetzt eigentlich gar nicht mehr über Paris erzählen, um ehrlich zu sein. ;D
Also, es wurden natürlich die "Haupt-Touristen-Attraktions-Ziele" besucht, Notre Dame, das Louvre, der Eiffelturm, die Champs-Elysées, &&&.

Devant le Louvre. ;)

Am 30. machten Georgia, Fritz & ich uns alleine los um Richtung Eiffelturm zu pendeln, damit ich dort meine liebe Cousine Evaa treffen konnte! :))
Die ist nämlich mit ihrem Freund David über Silvester auch nach Paris gekommen und wir wollten uns dann einfach unterm Eiffelturm treffen. "Ist ja leicht zu finden.." Mh. Klar. :D
Nach 3 Paar eingefrorenen Füßen unsererseits und 2 genervten Köpfen dererseits (Metro-Probleme!), fanden wir uns dann aber tatsächlich doch noch und alles war gut. ;)))


Am 31. dann lag es an Georgia & mir uns alleine loszumachen, um zur Champs-Elysées zu fahren. Dort wollten wir uns einfach mal "ein bisschen umschauen". Tja, aus dem Trip wurde dann doch noch ein bisschen mehr, und - sagen wir es mal so: wären wir zu Hause geblieben, hätte ich jetzt meine Bankkarte noch. Die wurde nämlich süßerweise von einem Automaten auf eben besagter Straße eingezogen und schlummert jetzt in den Abgründen eines Bankunternehmen in Paris. Wunderbar, nicht wahr?!
Ja. Finde ich auch ganz bezaubernd. Aber naja. Alles wird gut. ;)
Nach einem kleinen Besuch der Parfümerie Sephora dann, rochen Georgia und ich nun auch fertig für den Sylvester-Abend (wusstet ihr, dass man Sylvester mit "y" schreibt?! Ich wusste es nicht!) (wir hatten eigentlich vor, uns ein neues Parfum zu kaufen. Aber nach meiner kleinen Bankautomaten-Aktion, hatte ich leider..naja..nicht mehr "so die Mittel". Also beschlossen wir uns einfach dort schon "abendreif" zu machen.. :DDDDDDD).
Danach ging es dann schnell wieder nach Hause, um Georgias Mama Gabriela und Giuliana beim Abendessen zu helfen und uns selbst fertig zu machen.
Wie auch schon am Vorabend wollten wir nämlich alle zusammen kommen um zu essen und diesen Abend dann halt zusammen den "New Year's Eve" zu feiern.

Um Mitternacht hieß es dann "Happy New Year", "Bonne Année", "Feliz Ano Novo", "Feliz Año Nuevo" & "Frohes Neues Jahr", am Eiffelturm glitzerte alles ganz wunderbar und zu unserer allergrößten Freude wurden alle unsere möglichen Metrostationen gesperrt! :D
Ok, nur das letzte war Sarkasmus. Alles andere war wirklich schön. ;)
Also brauchten wir ungefähr 1 ½ Stunden für eine normalerweise 20 Minuten-Strecke, hatten noch einige andere Komplikationen über die ich jetzt keine Zeit verschwenden möchte, aber im Großen & Ganzen war es ein ziemlich tolles Silvester-Fest (seht ihr, ich kann mich einfach nicht drangewöhnen), oder wie Georgia sagte "Craziest reveillon ever!". ;)


Generell war die Woche superschön, Georgias Familie, die mich über die Tage unglaublich herzlich aufgenommen hat, war wirklich ultranett & es war immer wieder lustig, innerhalb von 3 Sätzen 3 verschiedene Sprachen zu sprechen. ;))

Gut. Paris is over. Avignon ist wieder angesagt. Am Sonntagmorgen kamen wir dann wieder in Avignon an (um 10 Uhr MORGENS! Hieß einfach mal eiskalt: 5 Uhr aufstehen, 6 Uhr losfahren!) und ich fiel erstmal totmüde ins Bett. Am Anfang dachte ich, es wäre wirklich nur die Erschöpfung vom Tag. Naja. Stellte sich anders heraus. Am folgenden Montag ging ich nämlich nicht zur Schule, genauso wie am Dienstag oder Mittwoch, oder generell die ganze letzte Woche. Und die ganze diese Woche. Heißt: Grippe! Und zwar 2 Wochen lang!
Ätzend, sage ich euch. Ich sterbe vor Langeweile. 
Alle meine Bücher sind durchgelesen, mein Schokoladen-Bestand ist fast nicht mehr existend (ich habe so einen enormen Verzehr an Schokolade wenn ich krank bin! Ist mir nie aufgefallen...) und filmetechnisch muss ich inzwischen wirklich kreativ werden: es gibt einfach nicht mehr viel, was ich während der letzten 12 Tage noch nicht geschaut habe. 
Aber es wird alles wieder und inzwischen geht es mir auch wirklich besser. Der Arzt, bei dem ich war, meinte, ich sollte mich "bis zum Ende der Woche noch...äh. reposieren" (?! ;DDD keine Ahnung, was das deutsche Wort ist. Erholen, vielleicht?!, also werde ich am Montag wieder meine ganzen lieben Franzosenfreunde wiedersehen, von denen ich regelmäßig "Amélie-wann-kommst-du-endlich-wieder"-Nachrichten bekam. :)))


Diese ganze Krank-Sein-Zeit hat mich aber leider auch gezwungen, meine allerliebste Wanda nicht zu sehen, und da wir ja eh schon erst 4 Tage wegen Deutschland-Aufenthalt, dann 5 Tage wegen Paris-Aufenthalt, und dann noch 12 Tage wegen Grippe-Aufenthalt getrennt waren, hielten wir es am Montagabend nicht mehr aus. Also kamen Fritz & sie während der Ultrapause einfach schnurtracks zu mir angefahren, es wurden ein paar Nudeln gekocht und das Wiedersehens-Krankenbesuchs-Treffen war vollkommen! ;))

Letzte Woche Freitag fand übrigens auch ein Wiedersehens-Treffen statt, leider nicht face à face, aber immerhin laptop à laptop. ;DD
Da nämlich meine ganzen deutschen Freunde noch keine Schule hatten und ich ja den Tag über nichts zu tun hatte, verabredete ich mich spontan mit meinen Süßen, nämlich der Lea, Lenia und der Kathi! :))
Ich glaube, dieses Skype-Gespräch dauerte..1½ Stunden?! Vielleicht auch 2. 
Es war so schön, eure Stimmen wieder zu hören, Mädels! :**



Auf jeden Fall beginnt jetzt morgen wieder das Wochenende und ich hoffe meine liebsten WandaFritzGeorgia-Freunde wiederzusehen..


Morgen beginnt dann übrigens auch der Countdown. Quasi. Ich möchte es nicht so sehen, dafür genieße ich die Zeit hier noch zu sehr. Aber es ist unvermeidlich zu sagen: morgen sind es noch 14 Tage, bevor ich nach Hause komme. 
Und ich freue mich schon so! Gut, das hört sich jetzt vielleicht widersprüchlich an. Aber es ist so. Auch wenn ich die Zeit hier noch in vollen Zügen bis zum Ende genießen werde - ich freue mich so sehr auf alle mein liebsten Freunde & Verwandten, die mir immer wieder "Ich-freue-mich-wenn-du-endlich-wieder-da-bist"-Nachrichten schreiben. ;))


Naja. Eigentlich hatte ich gedacht, dass dieser hier einer der letzten Post werden wird. Aber ich habe es mir anders überlegt. Jemand hat es sich anders überlegt. Denn ich habe mir überlegt weiterzuschreiben. Auch wenn sich das vielleicht seltsam anhört. Aber ich möchte diesen Blog weiterführen. 
Vielleicht wird er nicht mehr ganz so regelmäßig (nungut. Wann war er bei mir je regelmäßig?! ;DD) oder so interessant. Schließlich kehre ich in meinen alten, ganz normalen Alltag zurück. In ein Land, in dem alle meine Leser genauso leben. Über Menschen, die vielleicht sogar meine Leser sind (seltsame Vorstellung ;)). Aber quand même. Mal sehen, was hieraus noch wird... :))


Auf jeden Fall wünsche ich allen Austauschschülern, wo auch immer sie sich gerade befinden, ein paar letzte schöne Tage. Meiner Kanada-Kathi. (Ich freu' mich so unglaublich dich endlich wieder zu sehen!). Georgia. Fritz. Wanda. 
Mir selbst. :)

Bisous à tous,
Amélie. ♥


ps: "Vicky is good and fast. But she doesn't speak to us!" ;DDD
pps: "Because what happens in Paris, stays in Paris!"
ppps: "Fexa o ziper, filha!" Eu te amo! :**

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Über Flughäfen & andere Schneekatastrophen.

Bonjourbonjour. :)


So. Da das Wochenende (& damit die Überraschung) vorbei ist, kann ich ja jetzt hier ganz entspannt über meine letzte Woche (oder besser gesagt mehr über die letzten 4 Tage ;)) schreiben.
Das war nämlich vorher ziemlich unmögliche, da ich Angst hatte, mich in irgendeiner Weise zu verplappern. ;D


Ich war nämlich die letzten Tage in Deutschland.
Gut. Also eigentlich war es mehr Samstag & Sonntag, wo ich auch wirklich dann zu Hause war. Freitag und am Montag habe ich nämlich eher in der "Mitte Deutschlands", nämlich in Frankfurt verbracht. :D


Geplant war diese kleine Reise schon relativ lange (Anfang November war es bestimmt...), jedoch wussten davon nur sehr, sehr wenig. Mein Bruder. Und das war's auch schon. :D
Also, im Laufe der Vorbereitungen kamen dann noch Lara und Nisi dazu, jedoch wirklich geplant wurde dieser Trip nur vom Geschwisterpaar. ;p
Es sollte nämlich eine Überraschung für meine Eltern werden (was, wie sich später herrausstellte ziemlich schwierig werden sollte, schließlich brauch man für jede Reise, die man antritt, eine Genehmigung der Eltern, die dann an die Organisation hier weitergeleitet wird. Also wie sollte ich diese Genehmigung bekommen, wenn meine Eltern doch noch nicht mal wussten, dass ich kam?! ;D Doch auch diese Problemchen wurden nachher sorgfältig gelöst.). 

Also war ich - nach gefühlten zehntausend Hürden & auftretenden (nachher natürlich wieder gelösten) Problemen (Zitat Fritz: "Diese Reise soll wirklich nicht stattfinden, was?!") - am Donnerstagabend abfahrbereit. Die Koffer waren gepackt, die Geschenke (die meine Eltern mir vorher noch teuer hierher geschickt hatten ;D) verstaut und die Tickets bereitgelegt. 
Also fing am Freitagmorgen mein Tag um 5.30 an und meine Reise startete auch nur 2 Stunden später.  Vom Bahnhof Avignon Centre fuhr nämlich um 8 Uhr mein Zug Richtung Marseille, von da aus fuhr 1,5 Stunden später mein Shuttlebus Richtung Flughafen und um kurz vor 10 erreichte ich dann den Check-In-Schalter des Aéroport Marseille Provence. ;))

Tjaja. Der Flug Richtung Frankfurt startete (nach weiteren Problemchen an der Sicherheitskontrolle: "Können wir mal bitte dieses Geschenk aufmachen? Wir würden da ganz gerne mal reinschauen..." - Ja, bitte, ist nur das Geschenk für meine Großeltern, wollen Sie dieses und dieses und dieses auf noch aufmachen? Hätte ich mir das Geschenkpapier sparen können. :D) sogar noch relativ pünktlich, nur 20 Minuten verspätet, also hatte ich statt 4½ Stunden nur noch 4 Stunden Aufenthaltszeit am großen, weiten, riesigen, gigantischen Frankfurter Flughafen. ;D
Natürlich hatte ich mich auf diese Zeit vorbereitet und mir extra eine DVD mitgenommen ("Love actually" - bester Weihnachtsfilm ;)), die ich mir dann gemütlich an meinem Gate und mit meinem Laptop auf dem Schoß anschauen konnte. ;)

Nunja. Planmäßig sollte der Flieger Richtung Düsseldorf dann um 16.35 Uhr starten, also machte ich mich gegen 16 Uhr mal los um einen Flugplan zu finden - sicher ist sicher, nicht, dass ich irgendwie einen Gatewechsel oder so überhört hatte. Als ich dann jedoch am Plan ankam, traf es mich halbwegs wie ein Schlag: 2 Stunden Verspätung. Wie sollte ich denn jetzt noch pünktlich meine Eltern überraschen?!
Halbwegs war es jedoch nur, da ich mitbekommen hatte, dass der Düsseldorf International Airport schon am Morgen wegen des Schneechaoses für einige Stunden geschlossen wurde. Also - flexibel wie ich bin :p - machte ich mich sofort los, um an einem Lufthansa-Informations-Schalter mich ein wenig mehr zu informieren. Tja. Und dort wurde mir dann gesagt, dass der Düsseldorf International Airport bis auf Weiteres wieder geschlossen wäre. 
"Frühestens ab 19 Uhr wird er wieder geöffnet sein, aber ob Sie dann auch direkt dorthin können, ist noch eine ganz andere Frage. Also, wenn Sie sich entscheiden auf Ihren Flug zu warten, besteht für Sie das Risiko, dass Sie erst morgen früh dort ankommen..." - !! - "Ne, solange hatte ich eigentlich nicht vor zu bleiben..." - "Dann besteht für Sie noch die Möglichkeit Ihr Flugticket in ein Zugticket umwandeln zu lassen." - Hm. Gut. Dann mach ich das wohl. :D
Also saß ich gegen eine ¾ Stunde später und nachdem ich meinen Koffer vom Gepäckband geholt hatte, in einem ICE Richtung Dortmund ("Moritz, ich hab keine Ahnung, ob das jetzt mein Zug ist, aber da stand Dortmund drauf, deshalb bin ich einfach mal eingestiegen.." ;DDD).
Wir mir meine Mama später erzählte, hätte ich wahrscheinlich keinen Zug nehmen können, der einen größeren Umweg gemacht hätte: über Köln ("Hallo, Wandas Familie!"), Düsseldorf ("Hallo, Flughafen-wo-ich-eigentlich-hinsollte!"), Duisburg, Essen ("Hallo, Anke!"), Bochum (ich hab' sogar den Weihnachtsmarkt vom Zug aus gesehen :))), bis nach Dortmund, wo mein Opa und Moritz mich also erwarteten. :*


Tja. Ich würde sagen, die Überraschung war ziemlich groß und ziemlich gelungen. ;)
Meine Cousinen und meine Schwester kamen alle 3 heulend auf mich zugerannt, meine Oma brach in Tränen aus und meine Mama konnte es den ganzen Abend lang nicht realisieren, dass ich tatsächlich da war. Die Süßen. ;)

Der Unterschied war schon ziemlich süß: von 15°C zu -13°C. ;D

Nunja. 15 Minuten nach dem ich angekommen war, folgte für meine Familie auch schon die zweite Überraschung, denn mein Großcousin & seine Frau standen "spontan" in der Tür. (Beziehungsweise Sabrina stand nicht sehr lange. Ich hatte mich so gefreut sie zu sehen, dass ich reflexartig auf sie losrannte und sie ansprang ;DDDDD).
Dieser Tag beinhaltete für mich übrigens 21 Stunden Wach-sein. Und 14 Stunden Reise.

Die folgende Nacht wurde auch nicht viel entspannter (Paulina, 9.15: „Ami, jetzt hast du genug geschlafen!“ :DDD). ;)
Den Samstag verbrachte ich größten Teils bei Markus, Sabrina und Karolina (die kleine Süße – wie groß sie schon wieder geworden ist! ;)), wo dann fleißig Kaffe getrunken und Kuchen & Waffeln gegessen wurde. Und Familienfotos geschossen ;D (was für eine Session das war – meine arme Familie saß da bestimmt ¼ Stunde und hat dauergegrinst :DD).




Abends vermisste ich meine Wanda und meinen Fritz inzwischen so sehr, dass ich sie bei Skype anrief und wir erstmal eine Stunde telefonieren mussten. ;D
Danach ging es zu Oma & Opa, wo auch die nächste Nacht verbracht wurde (die bei mir leidergottes bis 11.30 ging, da ich von den letzten beiden Tagen einfach so unglaublich exhausted war). Nach knapp 12 Stunden Schlaf wurde ich dann jedoch mit Croissant, Nutella & Tee empfangen, und das war einfach mal das entspannteste Frühstück seit langem. :p


hhhmmmmm... :)))
Am Sonntag sah ich das erste Mal in meinem Leben den Laden meiner Mama. Sie verbrachte Stunden damit mir alles zu zeigen, erklären und präsentieren. (Ich war nachher ein wenig enttäuscht: ich durfte kein einziges Mal Kaufladen spielen und an der Kasse herumtippen! :// ;DDD). 


Und am Sonntagabend war das Wochenende in Deutschland auch schon fast wieder vorbei. Nachdem Nisi mich noch überraschungsbesuchte (:***) und ich meinen (eh schon fast nicht ausgepackten) Koffer packte, ging es relativ früh ins Bett, so dass der nächste Tag, der auch nicht viel kürzer werden sollte als die Hinreise, gut überstanden werden konnte. Also machten wir uns gegen 10 Uhr Richtung Düsseldorfer Flughafen auf und um 12.10 Uhr saß ich auch schon wieder im Flugzeug Richtung Frankfurt. Dort erwarteten mich wieder knapp 4 Stunden Aufenthaltszeit (diesmal war es das Fliegende Klassenzimmer ;)) und um 16.35 Uhr und nach einem weiteren Gatewechsel ging es dann wieder in die Luft nach Marseille. Diesmal hatte ich – im Gegensatz zur Hinreise – leider keine Englisch-Französische Familie neben mir sitzen, die total begeistert war, dass ich ja 3 Sprachen flüssig sprechen würde und mit der ich mich zwischendurch unterhalten konnte. ;‘))
Tja. Und um 21.00 Uhr war ich dann auch wieder zu Hause. :)

Gestern gab es dann das große Wiedersehen zwischen Fritz, Wanda und mir (:DD), danach fuhren wir zum Kino um uns „Mein Schwiegervater, unsere Kinder und ich“ (oder irgendwie sowas ;D), also besser gesagt „Mon beau-père et nous“ anzuschauen. Der wurde, wie seine beiden Vorgänger auch schon ultra schlecht bewertet und kommentiert, aber wir dachten, der wird bestimmt ganz lustig. Wurde er auch. Wir haben uns weggeschmissen. Ich habe mich weggeschmissen. Ok, wir waren die Einzigen im ganzen Kinosaal, die laut loslachen mussten, aber trotzdem. :p Anscheinend haben die Franzosen keinen Sinn für amerikanischen Humor. ;p


Tja. Dienstagmorgens wurde der Koffer ausgepackt, Dienstagabends wieder neugepackt: PARIS! :))
Ja, endlich ist es soweit und Georgia, Fritz und ich sind in Paris. Heute morgen (wieder um 7.30 Uhr – geht das auch mal ein bisschen später während der Ferien bitte?!) ging es mit dem TGV los und inzwischen sind wir in dem Appartement von Fritz und seiner Gastfamilie angekommen. Da Georgia und ich mit ihrer brasilianischen Familie zusammen in einem Appartement wohnen werden, und die noch nicht gelandet sind (die Armen, 10 Stunden Flug!), warten wir also alle zusammen gerade hier, trinken Earl Grey Tea und essen Spekulatius („Darling, die Wette ist vorbei, wir können jetzt so richtig loslegen.“ ;D). In circa einer Stunde kommen dann auch Herr, Frau, Sohn und Tante Pinto an und dann können auch Georgia und ich ins Appartement. :))




Bis dahin:

Bisous à tous,
Amélie. ♥

ps: Jetzt simma hier der fritz und ich und gucken batman. und haben dick hunger. 

pps: Co-Writer: Fritz Kunzmann.